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Unser Projekt

Wir arbeiten im Moment an unserem eigenen Gedenkstein, der an Fritz Matull erinnern soll. Fritz Matull war ,,Asozialer‘‘, der in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.

Unsere Motivation

Unsere Motivation liegt darin, auf vermutlich verstorbene Verfolgte ohne Nachfahren zu erinnern und auf diese schreckliche Zeit aufmerksam zu machen, in Hoffnung, dass so etwas nie wieder passiert.

 

Fritz Matull

Fritz Matull war reichsdeutscher, evangelischer Fabrikarbeiter, der am 27.09.1900 in Imsum im heutigen Weddewarden (Kreis Wesermünde) geboren ist. Sein Sterbedatum und -ort ist uns unbekannt. Fritz Matull lebte in einer Familie mit seiner Mutter und seinem Vater, die bereits verstorben sind und deren Alter und Todesursache unbekannt ist. Ob er Kinder hatte, ist uns auch unbekannt. Fritz Matull war ein 1.68m großer, schlanker Mann, mit dunkelblonden Haaren und graublauen Augen. Seine Ohren waren abstehend und er hatte einen kleinen Mund und eine schiefe Nase. Er hatte lückenhafte Zähne, eine Narbe am Nasenbein und Tattoos am Unterarm und Brust. Fritz Matull ist von 1906 bis 1914 mit normalen Leistungen in die Schule gegangen und musste zwei mal sitzenbleiben. Er nahm keine Drogen zu sich, rauchte jedoch. Er wurde wegen Fürsorgeerziehung von 1914 bis 1918 landverschickt. Seine Vorstrafen waren Diebstahl im Jahr 1923, welche wahrscheinlich 17 mal vorgetreten sind.
Er hatte einen Bruder und eine Ehefrau, namens Heinrich Matull und Anna Matull (geb. Michalski). Sein Bruder wohnt in Neheim-Hünsten (Arnsberg) in der Hochstraße 8 und seine Ehefrau auch in Neheim-Hünsten in der Kühle 4, wo er auch am 14.06.1938 in Dortmund wegen Schutzhaft verhaftet wurde und am 31.07.1938/21.07.1938 in das Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert wurde und als Arbeitskommando Straßenbau erhielt. Er war dort dann vom 10.12.1938 bis zum 27.12.1938 in dem Lagerkrankenhaus, wurde aber für einen Tag in das Krankenhaus ,,Weimar‘‘ geschickt, wo er geröntgt wurde. Nach drei Jahren im Konzentrationslager Buchenwald, wurde 26.06.1941 in die JVA Hamm überführt und am 25.07.1941 dann wieder ins Konzentrationslager Buchenwald. Nach drei Jahren dort, wurde er im Februar/Juli 1944 vom Lagerarzt für arbeits- und transportfähig erklärt. Anfang Juli 1944 wurde er ins KZ Rotteberode (ein Außenlager des KZs Buchenwald) tranportiert, wo er schließlich als Vorarbeiter beim Kommando A5 arbeitete. Am 28.12.1944/27.01.1945 wurde er dann ins KZ Mittelbau Dora überführt.
Seine Häflingsnummern waren 5767 und 715. Er wurde verfolgt weil man ihn als arbeitsscheu betrachtete oder auch als Asozialer. Die aktuelle Möglichkeit seines letzten Wohnortes wäre ,,Alter Graben 66 59755 Arnsberg Neheim-Hünsten‘‘.

 

"Herzlich willkommen am Gymnasium Langen."

Isabella Grüninger
Schulleiterin